SoLaWi: Wenn Konsument:innen und Landwirt:innen sich die Ernte teilen

Solidarische Landwirtschaft verbindet Konsument:innen und Landwirt:innen zu einer Gemeinschaft, die Ernte und Risiko gemeinsam trägt.

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Zwei Personen halten gemeinsam eine Schale mit frisch geernteten Tomaten.

In diesem Blogbeitrag möchten wir euch ein weiteres geniales nachhaltiges Konzept vorstellen, welches wir nur wärmstens empfehlen können. Und zwar die Solidarische Landwirtschaft kurz SoLaWi, auch bekannt als:

  • Community Supported Agriculture (CSA)
  • Gemeinsam Landwirtschaften (GeLa)
  • Gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft oder Gemeinsamgestütze Landwirtschaft (GeLaWi)
  • Miteinander Landwirtschaften (MiLan)

Wie die Namen schon zeigen, geht es bei diesem Konzept um Solidarität und Gemeinschaft und natürlich um Landwirtschaft. Entstanden ist das Konzept in den 1960er Jahren in Japan. Seit knapp 10 Jahren wird es nun auch in Österreich praktiziert. Doch was genau verbirgt sich dahinter?

Ziel einer solidarischen Landwirtschaft

Die solidarische Landwirtschaft hat zum Ziel, die Landwirtschaft sozial nachhaltig und ökologisch zu gestalten, kleinbäuerlichen Strukturen ökonomische Sicherheit zu bieten und die regionale Lebensmittelversorgung zu erhalten.

Wie funktioniert solidarische Landwirtschaft?

Bei der solidarischen Landwirtschaft bilden (landwirtschaftliche) Erzeuger*innen und Konsument:innen zusammen eine partnerschaftliche Gemeinschaft, bei der sowohl die Erträge sowie auch die Risiken der Landwirtschaft geteilt werden. Mit einem Mitgliedsbeitrag (meist für eine halbe oder ganze Saison) finanzieren die Konsument*innen die Landwirt*innen und deren Arbeit und erhalten im Gegenzug dafür einen Anteil an der Ernte oder den weiterverarbeiteten Produkten.

Eine ähnliche direkte Verbindung zwischen Reisenden und Landwirt:innen lebt auch Schau aufs Land – als Mitglied lernst du die Menschen hinter deinen Lebensmitteln direkt auf ihrem Hof kennen.

Vorteile für alle Beteiligten

Konsument:innen:

  • Erhalten frische, regionale, saisonale und ökologisch hergestellte Lebensmittel.
  • Erhalten Einblick und Transparenz. Sie wissen wo die Lebensmittel herkommen, wie diese finanziert werden und wohin das Geld fließt.
  • Haben die Möglichkeit der Mitbestimmung.
  • Können selbst mithelfen und dabei viel lernen.
  • Fördern nachhaltige Landwirtschaft und tragen damit zu einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung bei.

Erzeuger:innen:

  • Erhalten die Unterstützung einer Gemeinschaft und damit Planungssicherheit.
  • Die durch den Klimawandel zunehmenden Risiken der Landwirtschaft (Ernteausfall aufgrund von Wetterbedingungen oder Schädlingen) werden geteilt.
  • Haben ein gesichertes Einkommen und können sich daher voll einer gesunden und nachhaltigen Bewirtschaftung widmen.
  • Leiden nicht unter marktwirtschaftlichen Zwängen und erhalten somit mehr Spielraum für eine nachhaltige und experimentelle Bewirtschaftung.
  • Sind in direkten Kontakten mit den Konsumenten:innen.

Und wo finde ich eine solidarische Landwirtschaft?

Wir haben für euch recherchiert und eine Liste zusammengestellt:

Burgenland

Niederösterreich

Oberösterreich

Salzburg

Steiermark

Tirol

Vorarlberg

Wien

Diese Höfe zeigen, wie vielfältig gemeinschaftliche Landwirtschaft in Österreich schon gelebt wird. Wer noch mehr solcher Betriebe entdecken möchte, findet als Mitglied bei Schau aufs Land weitere nachhaltig wirtschaftende Höfe im ganzen Land.