Was bringt CO2-Kompensation wirklich auf Reisen?

CO2-Kompensation erklärt: Was dahintersteckt, was sie wirklich bewirkt und wie du sie sinnvoll in deine Reiseplanung einbaust.

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Gelber VW-Bus vor schneebedeckten Bergen auf einer Alpenstraße.
Beitragsbild © Kevin Schmid auf Unsplash

CO2-Kompensation, auch bekannt als Klimakompensation, ist eine Möglichkeit, aktuell ausgestoßene Treibhausgasemissionen auszugleichen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die bereits entstandenen Treibhausgasemissionen in unserer Atmosphäre damit verschwinden, sondern dass sie in Zukunft durch Klimaschutzmaßnahmen oder -projekte eingespart werden.

Die Klimaschutz-Regel

Eines vorweg, wir produzieren pro Kopf in Österreich – und allgemein in Europa – viel zu viele CO2-Emissionen und treiben somit den Klimawandel stetig an. Wenn wir nichts verändern, werden wir die von der Wissenschaft bestätigten dringenden Ziele einer Reduktion nicht erreichen, was zu katastrophalen Veränderungen auf unserer Erde führen wird.

Wenn es um den Ausstoß von CO2-Emissionen geht, sollten wir also immer folgende einfache Regel beachten:

Wie funktioniert CO2-Kompensation?

Durch CO2-Kompensation sollen nicht vermeidbare CO2-Emissionen durch bestimmte Maßnahmen und Projekte in Zukunft eingespart werden.

Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten der CO2-Kompensation:

  1. Zukünftige Vermeidung oder Verringerung von CO2-Emissionen mithilfe von Klimaschutzmaßnahmen oder Projekte
  2. Zukünftige Speicherung von CO2 in sogenannten Kohlenstoffsenken. Das beste Beispiel einer Kohlenstoffsenke ist dabei ein Wald.

Aufforstung ist also eine Möglichkeit der CO2-Kompensation. Dabei ist aber wichtig, dass eine Aufforstung nur dann CO2 kompensiert, wenn der gebundene Kohlenstoff nie wieder in die Atmosphäre zurückgelangt.

Klimaschutzprojekte hingegen sind Projekt, die langfristig CO2-Emissionen einsparen. Dazu zählt beispielsweise der Ausbau von erneuerbaren Energien. Aber gerade Projekte in Entwicklungsländern, die neben der Einsparung von CO2 auch noch einen positiven sozialen Effekt haben, sind weit verbreitete Möglichkeiten der CO2-Kompensation, wie zum Beispiel die Bereitstellung von effizienten Öfen für Haushalte in Nigeria.

Wie kann ich als Privatperson CO2 kompensieren?

Es gibt bereits sehr viele Anbieter*innen, die dir transparent und einfach die Möglichkeit bieten, deine ausgestoßenen CO2-Emissionen zu kompensieren. So zum Beispiel über die Klimakompensationsprojekte der BOKU Wien.

Dies kann man aber auch für Flugreisen oder seinen gesamten jährlichen CO2-Fußabdruck machen. Auf Klimakompensationsseiten kannst du dann genau sehen, für welchen Beitrag (Spende) du deinen ausgerechneten CO2-Ausstoß kompensieren kannst und bei welchen Projekten oder Maßnahmen dein Geld eingesetzt wird.

Denke aber immer daran: Deine ausgestoßenen CO2-Emissionen sind damit nicht verschwunden, sondern werden erst in Zukunft eingespart oder gespeichert. Der Klimawandel findet aber bereits jetzt statt, daher müssen wir uns auch jetzt dafür einsetzen, dass wir unseren CO2-Ausstoß so gut es geht verringern.

Diese Prinzipien lassen sich auch direkt bei der Wahl deiner nächsten Reise umsetzen – als Mitglied bei Schau aufs Land reist du kürzere Strecken zu Höfen in deiner Nähe und reduzierst so ganz automatisch deine Emissionen.